"Kirchliche Inhalte modern darstellen"

Kölnische Rundschau / Kölner Stadtanzeiger 18.12.2019
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Kirchliche Inhalte modern darstellen
Kölnische Rundschau / Kölner Stadtanzeiger
Ausgabe: 18.12.2019
Text : Stephan Everling
Bild : Stephan Everling

Sacro-Pop-Band Spirit schuf in der Jugendkirche Wohlfühlstimmung

Kall-Urft. Weihnachtsstimmung herrschte in der Jugendkirche in Urft. Die Eifeler Sacro-Pop-Band Spirit machte auf ihrer Mini-Weihnachtstournee am dritten Advent Station im Kreis Euskirchen. Mehr als 200 Zuschauer wollten das Programm des Septetts hören und zwangen Jugendpfarrer Hardy Hawinkels, immer neue Bänke aufzustellen, bis auch jeder einen Platz hatte.
„Wir haben ein neues Programm, für das wir das Motto Sternenzeit ausgewählt haben“, sagte Michael Remer. Nachdem Spirit vor zwei Jahren ein Sommerkonzert in der Urfter Jugendkirche erfolgreich veranstaltet hatte, war die Idee entstanden, diesmal einen Auftritt im zeitlichen Zusammenhang mit dem Adventskonzert in Niederbettingen zu machen, das die Band alle zwei Jahre spielt, so Remer.

Bis zu 28 Auftritte
Er ist aus der aktuellen Besetzung der, der am längsten mit dabei ist. 2007 ist er zu der Gruppe gestoßen, die in Jünkerath gegründet wurde. „Allerdings bin ich auch erst ein Dreivierteljahr nach der Gründung zur Band gestoßen“, erzählt er. Viele Wechsel hat Spirit seitdem erlebt, doch mittlerweile sei die Besetzung seit Jahren konstant, erzählt Remer. Spirit zählt nicht nur zum Inventar der Gottesdienste der Eifeler Jugendkirche „Newkey“, sondern ist auch auf dem Motorradgottesdienst in Breitenbenden zu hören. Bis zu 28 Auftritte absolviere die Band, erzählte Remer. Neue geistliche Musik, aber auch das bekannte Chorstück „Adiemus“ von Karl Jenkins sind im Repertoire zu finden. „Ich glaube, die Leute suchen die Veränderung und die Moderne in der Kirche“, sagt Remer.
Die Inhalte, die die Kirche verkörpere, könnten auch modern dargestellt werden. In Kombination mit „Newkey“ gehe das sehr gut, wo alles in die heutige Zeit übersetzt werde, so Remer. Eröffnet wurde der Abend von dem Akustikduo „Kitty Konfus“ als Vorband. Lisa Weber aus Sötenich und Koschka Michaut-Hirschinger aus Kerpen im Rhein-Erft-Kreis gelang es, mit ihren intelligenten Texten und eingängigen Melodien das Publikum für sich zu gewinnen. Mittlerweile haben sie auch ihr erstes Album „Durch jedes Gefühl“ eingespielt. Zwar blieb das von ihnen eingangs gespielte Weihnachtslied „Fröhliche Weihnacht“ noch ohne große Resonanz, doch mit ihren eigenen Titeln wie „Risse im Asphalt“ erregten sie Aufsehen. Poetisch-bissig kommentierten sie die Weihnachtszeit. Bevor Spirit begann, wurde der Adventskranz mit dem Friedenslicht aus Bethlehem angezündet. Die Pfadfindergruppe aus Rohr machte auf ihrer Rückreise aus Köln, wo das Friedenslicht abgeholt wurde, Station in der Jugendkirche und gab es weiter, so dass die Besucher es mit nach Hause nehmen konnten. Gekonnt und mit ausgeklügelten Arrangements schuf Spirit mit den Songs Wohlfühlstimmung und Gemeinschaft. Denn die meisten der Zuschauer waren eh gute Bekannte. Oder wie Hawinkels es ausdrückte: „Ich glaube, ein Drittel kennt sowieso das zweite Drittel.“

Bildunterschriften:
Mehr als 200 Zuhörer waren zum Konzert der Band Spirit gekommen.
Poetisch-bissiges zur Weihnachtszeit bot „Kitty Konfus“